19 Zoll ist die Norm im Rechenzentrum. In eine Wohnung passt so ein Rack durchaus, es ist für ein paar Raspberry Pis nur die falsche Grösse. 60 Zentimeter Tiefe, Lüfter für einen Serverraum, das meiste davon leer.
Es gibt eine kleinere Norm. 10 Zoll, halb so breit, dieselbe Logik mit denselben U. Da ich einen 3D Drucker habe, durcke ich mir das Rack einfach aus.
Meines heisst Lab Rax. 6U, offene Bauweise, zum Selberdrucken und Zusammenschrauben.
Zwölf Platten über mehrere Abende. Schienen, Seitenteile, Blenden.
Überrascht hat mich, wie wenig Material darin steckt. Ein Bauteil, das später ein Kilo Elektronik trägt, kostet an Filament weniger als ein paar Kaffees.
Bauen
Nicht gedruckt sind M6-Edelstahlschrauben, Muttern, Unterlegscheiben und vier Gummifüsse. Das Modell heisst Bolt Together. Verschraubt, nicht geklebt. Es bleibt zerlegbar.
Auf dem Bildschirm wirkt so ein Rack nach Infrastruktur. In der Hand ist es ein kleines Möbelstück. 6U sind ungefähr so hoch wie ein Ordner.
Stand
Beim Aufräumen sind zwei weitere Pis aufgetaucht. Also habe ich ein zweites Shelf nachgedruckt und sie eingebaut. Genau dafür druckt man so ein Rack selber.
Parallel noch dazu zehn Patchkabel Cat 6A bestellt.
Belegt sind 2U. 4U sind leer.
Weiter
Vier Pis sind gut für Kleinigkeiten. Der nächste Schritt ist ein gebrauchter Mini-PC mit x86, sparsam im Idle, genug RAM für einen Proxmox-Host und ein paar Container. Ein 8 Port Netzteil folgt noch und was mit den restlichen U Einheiten passiert, mal schauen…
Das Projekt ist nicht fertig. Es wächst und wächst.