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Mein Rechenzentrum passt in eine Hand

Ein 10-Zoll-Rack aus dem 3D-Drucker, vier Raspberry Pis und 4U, die noch leer sind.

6. August 2026 Homelab3D-DruckRaspberry PiSelf-Hosting

19 Zoll ist die Norm im Rechenzentrum. In eine Wohnung passt so ein Rack durchaus, es ist für ein paar Raspberry Pis nur die falsche Grösse. 60 Zentimeter Tiefe, Lüfter für einen Serverraum, das meiste davon leer.

Es gibt eine kleinere Norm. 10 Zoll, halb so breit, dieselbe Logik mit denselben U. Da ich einen 3D Drucker habe, durcke ich mir das Rack einfach aus.

Meines heisst Lab Rax. 6U, offene Bauweise, zum Selberdrucken und Zusammenschrauben.

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Bambu Studio mit einer geslicten Druckplatte für eine Rack-Schiene, rechts das Slicing-Ergebnis mit Filamentverbrauch und geschätzter Druckzeit.
Platte 11 von 12. Knapp 40 Meter Filament, dreieinhalb Stunden.

Zwölf Platten über mehrere Abende. Schienen, Seitenteile, Blenden.

Überrascht hat mich, wie wenig Material darin steckt. Ein Bauteil, das später ein Kilo Elektronik trägt, kostet an Filament weniger als ein paar Kaffees.

Bauen

Alle gedruckten Rackteile ausgelegt auf einem Tisch: zwei Blenden mit Wabenmuster, glatte Profile, Shelfs, vier Gummifüsse, zwei Lochschienen und eine Box mit M6-Edelstahlschrauben.
Zwölf Platten, ausgelegt. Daneben das Set mit 40 Schrauben.

Nicht gedruckt sind M6-Edelstahlschrauben, Muttern, Unterlegscheiben und vier Gummifüsse. Das Modell heisst Bolt Together. Verschraubt, nicht geklebt. Es bleibt zerlegbar.

Das fertig zusammengebaute, noch leere schwarze 10-Zoll-Rack wird mit einer Hand gehalten.
6U, komplett leer. Das ganze Rack lässt sich mit einer Hand halten.

Auf dem Bildschirm wirkt so ein Rack nach Infrastruktur. In der Hand ist es ein kleines Möbelstück. 6U sind ungefähr so hoch wie ein Ordner.

Stand

Das schwarze 10-Zoll-Rack von vorne, auf einem Shelf stecken zwei Raspberry Pis, deren USB-Buchsen und Netzwerkbuchsen nach vorne zeigen.
Erster Stand. Ein Shelf, zwei Pis, noch ohne Kabel.

Beim Aufräumen sind zwei weitere Pis aufgetaucht. Also habe ich ein zweites Shelf nachgedruckt und sie eingebaut. Genau dafür druckt man so ein Rack selber.

Das schwarze 10-Zoll-Rack von hinten mit zwei übereinanderliegenden Shelfs, darauf vier Raspberry Pis, deren Netzwerkbuchsen mit kurzen blauen Patchkabeln belegt sind.
Vier Pis auf zwei Shelfs. Ein Kabelende hängt noch in der Luft, der Switch fehlt.

Parallel noch dazu zehn Patchkabel Cat 6A bestellt.

Belegt sind 2U. 4U sind leer.

Weiter

Vier Pis sind gut für Kleinigkeiten. Der nächste Schritt ist ein gebrauchter Mini-PC mit x86, sparsam im Idle, genug RAM für einen Proxmox-Host und ein paar Container. Ein 8 Port Netzteil folgt noch und was mit den restlichen U Einheiten passiert, mal schauen…

Das Projekt ist nicht fertig. Es wächst und wächst.