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Mein erster Server kostet 46 Franken

Teil 2 vom Homelab. Ein Smart Managed Switch für VLANs, ein EliteDesk Mini für 46 Franken und der erste SSH Login auf dem eigenen Server.

27. Oktober 2026 HomelabNetworking3D-DruckSelf-Hosting

Im ersten Teil hing ein Patchkabel in der Luft, weil der Switch fehlte. Ausserdem wollte ich einen Rechner, der mehr kann als ein Raspberry Pi. Beides ist jetzt da und der Rechner läuft sogar schon.

Der Switch

Einen unmanaged Switch hätte ich einfach einstecken können. Gekauft habe ich trotzdem den TP-Link TL-SG108E, einen Smart Managed Switch mit 8 Gigabit Ports für CHF 24.90.

Der Grund heisst VLAN. Ich will das Homelab vom Rest des Heimnetzes trennen und später einzelne Dienste in eigene Segmente legen. Dafür braucht es 802.1Q, das ein unmanaged Switch nicht kann. Der TL-SG108E schafft bis zu 32 VLANs und dazu QoS. Power over Ethernet hat er nicht, aber das brauche ich nicht.

Heute nutze ich davon noch nichts. Nachrüsten lässt sich ein Switch aber nicht, also kaufe ich lieber gleich einen, der mitwächst.

Der Mini PC

Die Raspberry Pis taugen für Kleinigkeiten. Für einen Hypervisor oder ein paar Container mit echtem RAM brauchte ich x86, wie angekündigt.

Auf Ricardo habe ich einen HP EliteDesk 800 G1 Desktop Mini ersteigert, abgeholt in Brugg. Core i5-4570T, 16 GB RAM, ohne SSD und ohne Betriebssystem. Das Gebot lag bei CHF 46.

Der schwarze HP EliteDesk 800 G1 Desktop Mini von vorne auf einem weissen Tisch, mit Lüftungsschlitzen, zwei Audiobuchsen und zwei USB-Anschlüssen.
Der EliteDesk 800 G1 Mini. Foto aus dem Ricardo-Inserat.

16 GB RAM für 46 Franken fand ich stark. Die CPU stammt von 2013, aber das T steht für die sparsame Variante mit 35 W TDP und das ist für einen Rechner, der rund um die Uhr läuft, genau richtig.

Ganz ohne Haken war es nicht. Das Gerät hat offenbar lange herumgelegen, denn ich musste als Erstes die Batterie auf dem Mainboard wechseln. Danach kam eine 256 GB SSD hinein.

Der erste Login

Ubuntu Server 26.04 LTS habe ich auf einen USB Stick gezogen und den Mini PC davon gestartet. Das war der mühsame Teil. Fast eine Stunde habe ich im BIOS verbracht, bis der Rechner endlich vom Stick gebootet hat.

Danach ging es schnell. Installation durchlaufen lassen und eine SSH Verbindung aufbauen. Sich auf dem eigenen Server einzuloggen fühlt sich nach dem Gefrickel im BIOS ziemlich gut an. Mehr als der Login ist es noch nicht, aber die Basis steht.

Zurück auf dem Druckbett

Ein Rack ist nur so gut wie seine Shelfs, deshalb habe ich für den Switch und den Mini PC je eine eigene Aufnahme gedruckt.

Dazu kamen zwei Halter für 3.5-Zoll-HDDs. Ich möchte mir ein eigenes NAS bauen und im Rack bietet sich das an. Hinten sitzen eine 0.5U-Blende und ein Patchpanel, ebenfalls aus dem Drucker. Passt etwas nicht, ändere ich das Modell und drucke neu.

Stand

Das schwarze 10-Zoll-Rack von vorne. Von oben nach unten ein HP EliteDesk Mini, der TP-Link Switch mit blauen Patchkabeln, zwei Shelfs mit je zwei Raspberry Pis, zwei HDD-Halter und eine Blende mit Wabenmuster.
Die Front. EliteDesk, Switch, zwei Shelfs mit vier Pis, die HDD-Halter und unten eine Blende.

Von den vier leeren U ist nicht viel übrig geblieben. Der Switch hängt, der EliteDesk steckt und die Pis sind angebunden. Die Patchkabel hängen noch lose, aufgeräumt ist anders.

Die Rückseite des schwarzen Racks. Oben die Anschlüsse des EliteDesk mit VGA, USB und LAN, darunter eine Blende und ein Patchpanel mit leeren Aufnahmen, links die Seitenansicht der Shelfs mit den Pis.
Die Rückseite. Oben die Anschlüsse des EliteDesk, darunter Blende und Patchpanel. Kabel gibt es hier noch keine.

Auf der Rückseite ist noch gar nichts verkabelt und Strom hat das Rack auch nicht. Ein Netzteil pro Gerät ergäbe Kabelsalat, genau den will ich vermeiden. Wie ich das löse, weiss ich noch nicht.

Offen ist auch die Anordnung. Ich überlege, die Pis nach hinten zu drehen und das Patchpanel nach vorne zu setzen. Vorne wäre dann nur noch ein sauberes Frontpanel zu sehen und die Technik versteckt sich hinten.

Als Nächstes kommen die Stromversorgung, die ersten Dienste auf dem Server und die VLANs. Das Rack ist voll, das Projekt noch lange nicht.